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Slow Jogging – der genussvolle Lauftrend aus Fernost

Um dem Alltagsstress zu entfliehen, gibt es für viele nichts Besseres als sich nach Feierabend so richtig auszupowern. MMA Workout, Crossfit, Body-Attack und wie sie alle heißen, die angesagten Drillsportarten, alle mit dem selben Ziel: sich selbst an die Grenzen der körperlichen Belastbarkeit bringen. Für viele ist das der beste Weg, um nach Extrembelastung im Arbeitsalltag so richtig abschalten zu können.
Doch es gibt auch den krassen Gegenentwurf. Manch einer findet seinen Ausgleich am besten bei Yoga und Pilates. Hier wird im Sport also eher entschleunigt, um vom hektischen Tagesgeschäft „runterzukommen“. Auch in der Läuferszene findet das Konzept der Entschleunigung immer mehr Anklang. Slow Jogging ist hier der neueste Trend.

Mehr als nur langsames Laufen

Slow Jogging – was sich einfach nach Jogging-Light-Variante anhört, ist in Wirklichkeit weit mehr als einfach nur langsames Laufen. Es ist ein ganz eigener Laufstil, der besonders gesund und entspannend ist und dabei aber durchaus sportlich ambitioniert ist.

Den Rücken gerade, die Schultern locker, die Armbewegung entspannt, die Atmung natürlich, dabei kurze Schritte mit einer vergleichsweise hohen Frequenz – auf den ersten Blick sieht der Slow-Jogger ein wenig aus wie ein auf der Stelle tänzelnder Boxer, nur eben in der Vorwärtsbewegung.
Anders als beim klassischen Jogging und anderen Laufdisziplinen, wird hier nicht mit der Ferse, sondern mit dem Mittelfuß zuerst auf den Boden aufgesetzt. Daraus resultiert eine deutlich reduzierte Belastung für Knie, Hüfte und Wirbelsäule.

Junge Joggerin im Sonnenuntergang

Effektives Training bei entspanntem Tempo

Geschwindigkeitsrekorde werden im Slow Jogging nicht angepeilt. Es geht mehr um die Freude an Bewegung und Vitalität, die im Vordergrund stehen. Laufdauer und -geschwindigkeit können je nach Leistungsstand und persönlichen Präferenzen frei gewählt werden. Eine Unterhaltung mit dem Laufpartner, ein Lächeln auf dem Gesicht oder gar Luft für ein Liedchen nebenher  – gehört beim bei Slow Jogging ausdrücklich dazu. Trotz der vergleichsweise niedrigen und als angenehm empfundenen Laufgeschwindigkeit, ist die Trainingswirkung für Fitness und Ausdauer dennoch beeindruckend.
Anfänger versuchen sich am besten erstmal mit kurzen Strecken, mit der Zeit kann das Pensum auf eine Stunde Laufzeit erhöht werden.

Kaiserliche Lauftechnik aus Fernost

Seinen Ursprung hat das Slow Jogging in Japan. Maßgeblich vorangetrieben wurde die Technik von einer wahren Koryphäe des japanischen Laufsports: Dem Sportphysiologen Prof. Dr. Hiroaki Tanaka. Tanaka, selbst passionierter Läufer, absolvierte über 60 Marathonläufe mit Slow Jogging und erzielte dabei nicht nur beachtliche Zeiten, sondern blieb auch vollkommen verletzungsfrei.

The key is what we call niko niko pace. 
In Japanese, niko niko means “smile”.

Im Land der aufgehenden Slow Jogging Sonne hat übrigens sogar das Gesundheitsministerium eine offizielle Empfehlung für Slow Jogging als gesundheitsfördernde Maßnahme ausgesprochen. Und auch das japanische Kaiserpaar soll zur Gesundheitsvorsorge auf die Vorzüge des langsamen Laufens setzen.

Slow aber oho!

Neben den besonders gelenkschonenden Bewegungsabläufen, zeichnet sich Slow Jogging, trotz des als beinahe mühelos empfundenen Lauftempos, durch einen hohen Kalorienverbrauch aus und eignet sich somit in idealer Weise zum bequemen Abnehmen. Bei gleicher Wegstrecke werden doppelt so viele Kalorien verbrannt wie beim Walking, und genauso viele Kalorien wie bei schnellem und intensivem Laufen. Da die anaerobe Schwelle beim Slow Jogging nicht überschritten wird, empfinden die Läuferinnen und Läufer dennoch nur geringfügige Anstrengung.

Slow Jogging auf einer Bahn

Gerade für Menschen fortgeschrittenen Alters oder mit körperlichen Beeinträchtigungen kann Slow Jogging ein guter Weg sein um weiter fit zu bleiben.
Es werden insbesondere Gesäß- und vordere Oberschenkelmuskulatur trainiert, was altersbedingtem Muskelschwund und dem damit verbundenen erhöhten Risiko für Stürze entgegenwirkt. Studien belegen, dass die gesunde Art der Bewegung einen signifikanten Beitrag zur Senkung des Blutdrucks leisten kann. So können mit regelmäßigem Slow Jogging Werte erzielt werden, welche allein mit blutdrucksenkenden Medikamenten nicht zu erreichen wären.

Und auch im Hinblick auf die geistige Gesundheit sind sich Experten in ihrem Urteil über die positiven Effekte von Slow Jogging einig: Das moderate Laufen trägt durch die Stimulierung entsprechender Regionen des Gehirns nicht nur zum Erhalt, sondern gar zur Steigerung der mentalen Fitness und Leistungsfähigkeit bei. Und es gibt noch weitere positive Aspekte in Bezug auf das geistige Wohlergehen. So führt das Slow Jogging trotz niedriger Belastungsintensität zu einer hohen Freisetzung von Anandamnid. Dieser körpereigene Stoff sorgt im Gehirn buchstäblich für die Entstehung von Glücksgefühlen. Slow Jogging ist also nicht nur gesund, sondern macht auch glücklich.

Erster deutscher Slow Jogging Stützpunkt ist in Freiburg

Freiburg und seine malerische Umgebung sind gespickt mit idyllischen Laufstrecken, viele so schön, dass man sie am liebsten nie hinter sich lassen will. Kein Wunder also, dass sich Slow Jogging hier großer Beliebtheit erfreut und hier mittlerweile sogar der erste offizielle Slow Jogging Stützpunkt Deutschlands beheimatet ist. Das heimische Gesundheitsresort Freiburg, dessen Mitarbeiter als ausgewiesene Experten für gesunde Bewegung gelten, hat sogar drei zertifizierte Slow Jogging Trainer im Kader.

Für alle Frauen bietet sich bereits Anfang März die Gelegenheit, das Slow Jogging unter Anleitung eines Trainers des Gesundheitsresort Freiburg einmal auszuprobieren. Dann nämlich wird Slow Jogging beim Ladies Only Festival im Europapark Rust einer der vielen sportlichen Programmpunkte sein.