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| Partnernews 23.01.18

Das Universitätsklinikum Freiburg nimmt das bundesweit modernste PET/CT-Gerät in Betrieb

Bei Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen wird häufig eine PET/CT-Untersuchung durchgeführt, um die genaue Lage und Absiedelungen eines Tumors zu erkennen. Das neueste Gerät seiner Art an der Klinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Freiburg ermöglicht den Ärzten durch eine volldigitale Technik Untersuchungen mit hoher räumlicher Detailgenauigkeit bei geringster Belastung für den Patienten. Mithilfe der Aufnahmen kann erkranktes Gewebe exakt lokalisiert und das Stadium der Erkrankung besser bestimmt werden. Hierauf basierend lassen sich individuell angepasste Behandlungspläne festlegen und deren Wirksamkeit im Verlauf auch kontrollieren. Die kompakte Bauweise des Scanners „Vereos Digital PET/CT“ der Firma Philips mit weiter Geräteöffnung vermindert das Engegefühl, so dass auch Patienten mit Platzangst untersucht werden können. Zu einer entspannten Untersuchungsatmosphäre tragen ferner spezielle Lichteffekte und Projektionen auf der Wand des Untersuchungsraums bei.

„Mit dem neuen Gerät erreichen wir eine höhere Bildauflösung und können gleichzeitig die Untersuchungsdauer beziehungsweise die Strahlenexposition mehr als halbieren“, sagt Prof. Dr. Dr. Philipp T. Meyer, Ärztlicher Direktor der Klinik für Nuklearmedizin am Universitätsklinikum Freiburg. Der Körper wird bei der PET in etwa einer Strahlungsmenge ausgesetzt, die der jährlichen natürlichen Strahlenexposition entspricht. „Angesichts des hohen diagnostischen Nutzens ist dies als unbedenklich anzusehen und beispielsweise für Verlaufskontrollen und bei der Untersuchung von Kindern und Jugendlichen von großer Bedeutung“, sagt Prof. Meyer. Bei einer PET werden Stoffwechselvorgänge und Signalwege im Körper sichtbar gemacht, die bei Tumoren und anderen Krankheiten bereits im Frühstadium verändert sind. Diese „funktionelle“ oder „molekulare“ Bildgebung wird durch die CT ergänzt, bei der Röntgenstrahlen Organ- und Knochenstrukturen in hoher Auflösung darstellen. Mithilfe der übereinandergelegten Aufnahmen aus beiden bildgebenden Verfahren, einer sogenannten Bildfusion, entsteht eine dreidimensionale Landkarte des Körpers, auf der erkranktes Gewebe wie leuchtende Punkte auftaucht.

„Ziel ist es eine personalisierte, für den Patienten optimale Therapie mit geringsten Nebenwirkungen zu finden“, sagt Prof. Meyer. Neben onkologischen Fragestellungen wird die PET/CT-Untersuchung auch bei anderen, beispielsweise rheumatologischen, kardiologischen oder neurologischen Erkrankungen erfolgreich eingsetzt.

Hintergrund PET-Untersuchung:
Die PET ist ein dreidimensionales Bildgebungsverfahren, das biochemische Funktionen wie zum Beispiel eine Erhöhung des Stoffwechsels oder Veränderungen von Signalwegen im Körper abbildet. Mittels einer radioaktiven Substanz, die dem Patienten gespritzt wird – sogenannte Tracer oder Radiopharmaka – können zahlreiche Tumore und deren Metastasen im Körper sichtbar gemacht werden.

Hintergrund CT-Untersuchung:
Die CT wird in der Röntgendiagnostik angewendet und arbeitet mit Röntgenstrahlen. Die Schnittbild-Aufnahmen aus dem Inneren des Körpers liefern Informationen über die Lage, Größe und Ausbreitung von beispielsweise erkranktem Gewebe.

Weitere Informationen finden Sie hier.