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| Partnernews 28.05.18

Erweiterung im Therapiekonzept - Pferdegestützte Therapie im Sigma-Zentrum Bad Säckingen

Das Sigma-Zentrum Bad Säckingen hat sein multimodales Therapiekonzept mit seiner Vielzahl medizinischer, psychotherapeutischer, fachtherapeutischer und adjuvanter Interventionen um die pferdegestützte Therapie erweitert. Für diese Zusatzleistung der Privatklinik arbeitet im Sigma-Zentrum die speziell auf die Arbeit mit Patienten ausgebildete Stute Amy.

Mit ihr findet die pferdegestützte Therapie unter fachtherapeutischer Leitung im eigenen Stall und der Koppel in der Rheinaue unweit der Klinik statt. Bei der pferdegestützten Therapie steht nicht die reiterliche Ausbildung, sondern die individuelle Situation und das Bedürfnis der Patienten im Vordergrund.

Unter

https://www.sigma-zentrum.de/pferdegestuetzte-therapie-im-sigma-zentrum/

ist ein aktuelles Erklärvideo abrufbar.

 

Zu den Therapiezielen im Umgang und in der Kommunikation mit dem Pferd gehört das Erfahren von sozialen Kompetenzen und Handlungskompetenzen; aber auch Beziehungsarbeit, Erlernen von Entspannung und Selbstwirksamkeitserfahrungen zur Persönlichkeitsentwicklung und Stärkung des Selbstvertrauens gehören zum Therapieansatz bei der Arbeit mit Pferden. „Die pferdegestützte Therapie stellt sich aufgrund weniger Kontraindikationen bei verschiedenen psychischen Störungsbildern als sehr sinnvoll und zielgenau einsetzbar da“, erläutert der Ärztliche Direktor Professor Dr. Christoph Bielitz.

So wird die Therapie mit Reitpferden zum Beispiel bei Patienten mit Burnout oder Angststörungen eingesetzt. „Da die in der Natur stattfindende pferdegestützte Therapie den Menschen in seiner momentanen Situation abholt und ganzheitlich auf emotionaler, körperlicher und kognitiver Ebene fordert, passt sie sehr gut in das multimodale Gesamtkonzept des Sigma-Zentrums“, betont Fachtherapeutin Dorothea Kundel.

Von den eleganten und gutmütigen Tieren geht für Menschen eine unmittelbare Wirkung aus. Mensch und Pferd sind schon seit Tausenden von Jahren eng verbunden. Bereits der Arzt Hippokrates berichtete im 4. Jahrhundert vor Christus „über den heilsamen Rhythmus des Reitens und die Stärkung des Menschen beim Umgang mit Pferden“. Pferde werden auch mit Gefühlen wie Freiheit, Stärke, Unabhängigkeit, Sanftmut, Schönheit, Treue, Freundschaft assoziiert.

Als Herdentiere leben sie in festen Familienstrukturen und sind an Kontakten interessiert. Sie sind äußerst soziale Tiere und gehen wertfrei auf jeden Menschen zu, unabhängig von Bildungsstand, Lebenssituation, Aussehen oder sozialem Status. Darin liegt der therapeutische Ansatz für das Erfahren von Sozialkompetenzen, Interaktionen, Kommunikation, Beziehungsarbeit. Weil sie über Körpersprache kommunizieren, reagieren sie nonverbal auch beim Menschen äußerst fein und direkt. Sie nehmen „versteckte“ oder unterdrückte Emotionen wahr und spiegeln diese über ihr eigenes Verhalten und ihre Reaktion. Der Therapeut fungiert dabei anfangs als „Übersetzer“ zwischen Pferd und Patient, die eine zunehmend direktere Beziehung miteinander aufbauen. Dies ermöglicht so ein direktes Reflektieren ohne Fremdbewertung, das auch „therapiemüde“ Patienten sehr gut auffängt.